Garten & Haus

Pflanzung und Pflege von RHODODENDRON

von Stephan T. Waska

Rhododendren und Azaleen zählen zu den beliebtesten Gartengehölzen. Ihre Vielfalt an Arten und Sorten, die sich im Wuchsbild, in Blütenformen und Farben erheblich unterscheiden, ist unendlich groß. Es gibt Rhododendren, von kleinsten Zwergsträuchern über große Büsche bis zu solchen, die groß wie Bäume werden. Bei entsprechenden Wachstumsbedingungen können sie sehr alt werden. Botanisch gibt es keinen Unterschied, alle Arten heißen Rhododendron. Es hat sich aber eingebürgert, dass die großblättrigen Arten Rhododendron, die Kleinblättrigen hingegen Azaleen genannt werden. Damit alle Arten gleichmäßig und schön wachsen können und jedes Jahr reichlich Blüten ansetzen, soll im folgendem Artikel eine Kulturanleitung gegeben werden.

Rhododendren sind eine der beliebtesten Gartengehölze. © Stephan T. Waska

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Weltweit gibt es über 1.000 Rhododendron-Arten. Das Hauptverbreitungsgebiet ist Mittel – und Westchina, der Himalaja, Japan und Korea. Aber auch in Europa und Nordamerika gibt es Vorkommen (unser „Almrausch“ ist ein Rhododendron) und in tropischen Bergregionen wachsen Rhododendren sogar in Astgabeln anderer Bäume.

Rhododendron ferrugineum, der „Almrausch“. © Stephan T. Waska

Die meisten Arten kommen in Höhenlagen zwischen 1.000 und 3.000 m vor, einige sind auch noch bis in 5.000 m Höhe zu finden. Unsere wichtigsten Gartenarten wachsen in ihrer Heimat unter Bäumen, die für einen lichten Schatten sorgen. Die Niederschläge sind in diesen Gebieten wesentlich höher als bei uns. Während bei uns etwa 600 bis 1.000 l Wasser pro Jahr und Quadratmeter fallen, sind Rhododendren ca. 2.000 bis 5.000 l pro Quadratmeter gewöhnt. Allerdings in sehr durchlässigen, humusreichen Böden.

Planung

Vor dem Ankauf bzw. der Pflanzung eines Rhododendrons soll zuerst der Platz im Garten mit Bedacht gewählt werden. Unsere Böden sind leider fast überall für diese Pflanzenart ungeeignet, daher muss neben der Standortwahl – also halbschattige Plätze ohne ganztägige Sonnenbestrahlung (vor allem in den Mittagsstunden) – auch der Boden gut vorbereitet werden. Für Rhododendren bestens geeignete Böden sind sauer bis leicht sauer (pH 4 – 5,5), humusreich und wasserdurchlässig. Auch leichte Sandböden sind unter Umständen geeignet. Zur Wasserspeicherung muss aber viel Humus zugeführt werden. 

Standort und Bodenbeschaffenheit sind immens wichtig bei der Planung. © Stephan T. Waska

Pflanzung

In den Gärten sind meist Böden mit höherem pH-Wert vorhanden, daher empfiehlt sich die Anlage eines eigenen Moorbeetes für die Rhododendren. Dazu wird eine Grube mit einer Tiefe von etwa ¾ bis 1 m ausgehoben. Ist der Boden sehr lehmig und dadurch wasserundurchlässig, dann soll eher noch tiefer gegraben werden. Die Größe der Grube richtet sich nach der Anzahl der zu pflanzenden Rhododendren. Für jeden Stock ist ungefähr mit der doppelten Höhe als Grubendurchmesser zu rechnen. Sträucher mit 50 cm Höhe brauchen daher mindestens 1 m breite Pflanzlöcher.

Rhododendren und Azaleen sind Flachwurzler, gehen also mit ihren Wurzeln nicht in die Tiefe. Mit zunehmendem Größenwachstum der Pflanze wird auch der Durchmesser des Wurzelraumes immer größer. Daher ist eher eine 1,5 bis 2 m große Pflanzgrube für die langjährige Entwicklung von Vorteil. Die Aushuberde wird nicht mehr weiter gebraucht und kann woanders verteilt oder überhaupt weggeführt werden.

Wird vorausschauend geplant, dann ist es grundsätzlich besser, gleich ein richtiges Beet anzulegen, in dem mehrere Rhododendren-Arten zusammengepflanzt werden. In einem richtig angelegten Beet können sich diese Sträucher gut entwickeln und wachsen, wenn sie in der warmen Jahreszeit ausreichend Feuchtigkeit haben, zu großen Büschen heran. Auch in unserem Klima können Rhododendren mehr als 3 m hoch und breit werden. Daher soll der Pflanzabstand großzügig bemessen sein. Der doppelte Durchmesser der Krone ist der Mindestabstand, in höchstens 4 bis 5 Jahren sind sonst die Sträucher dann zusammengewachsen und behindern sich gegenseitig.

Zu dicht gepflanzte Rhododendren behindern sich schon nach einigen Jahren. © Stephan T. Waska

Aufbau der Rhododendron-Pflanzgrube: In die ca. 70 bis 100 cm tiefe Grube kommt nun eine 20 bis 30 cm hohe Schicht aus klein gehacktem Holz, zusammengeschnittenen Ästen und Zweigen oder sonstigem unbehandeltem Abfallholz. Diese Schicht dient als Dränage und kann festgetreten werden.

Auf diese meist etwas grobe, lockere Schicht kommt nun Stroh oder Laub vom letzten Herbst. Laub und Stroh haben nur den Zweck, die nächste Schicht am Durchrieseln bis zum Boden der Pflanzgrube zu hindern. Ihre Höhe wird je nach vorhandenem Material bemessen, es genügt eine Höhe von 10 bis 20 cm. Die nächste Lage besteht aus gut verrottetem, kalkfreiem Kompost. Noch enthaltene, nur teilverrottete Anteile müssen nicht ausgesiebt werden. In diesen Kompost kann zur Streckung ein Drittel Rindenkompost eingemischt werden.

Tipp:

Vorsicht bei der Beimengung von fertigem Rindenkompost als Substrat: Viele Hersteller mischen hohe Mengen Kalk in den Kompost, er ist dann nur schwach sauer oder überhaupt schon alkalisch (pH 6,5 – 8!). Vor der Verwendung pH-Wert messen! Billiger Rindenmulch ist besser verträglich!

Diese Schicht wird etwa 30 cm hoch aufgebaut. Darauf kommt nun die oberste Lage aus Rhododendron- oder Moorerde und Torfersatz, gemischt mit Rindenmulch (40 cm hoch) und ausreichend Hornspänen als Startdüngung. Vor der Pflanzung wird das ganze Material etwas festgetreten und gut angegossen. Das Niveau des frisch angelegten Beetes kann höher sein als die angrenzende Fläche, sie setzt sich bald durch das Verrotten der Schichten. In diese oberste Schicht werden nun die Rhododendren gepflanzt.

In den Folgejahren wird mit Rindenkompost, Torfersatzstoffen, Rhododendronerde und ähnlichem Material immer wieder das Niveau ausgeglichen. Die Äste des nun immer tiefer sitzenden Rhododendronstrauches bilden dann weitere Wurzeln, was zu einem besseren Wachstum beiträgt.


Wachstumsgerechte Zusammensetzung einer Rhododendron-Pflanzgrube. © Stephan T. Waska

Bewässerung und Düngung

Vor der Pflanzung sollen die Wurzelballen nochmals gründlich gewässert werden.  Am besten stellt man sie dazu in einen Behälter mit Wasser und lässt sie solange darin, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Nach der Pflanzung wird der Boden leicht angetreten. Vorsicht, die feinen Wurzeln reißen leicht ab! Als Bodenabdeckung wird nach der Pflanzung Rindenmulch oder fein geschreddertes organisches Material aufgetragen. Zerkleinerte Nadelbaumäste, Heckenschnitt und Ähnliches (kein Rasenschnitt) kann dafür verwendet werden. Als Startdüngung werden Hornspäne in das Mulchmaterial eingemischt.

Zweimal jährlich bekommt der Rhododendron eine Eisen-Düngergabe, damit die Blätter schön satt grün bleiben. Jährlich wird mit Hornspänen und einem Mineraldünger oder organischem Mehrnährstoffdünger im Frühjahr gedüngt, damit die Pflanzen üppig wachsen und Blütenknospen ansetzen. Kaffeesatz ist ein guter Dünger für Moorbeetpflanzen wie Azalee, Erika und Rhododendron. Der Kaffee enthält zwar kaum Nährstoffe, dafür jedoch Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Mangan und Zink.

Gründliches Angießen nach der Pflanzung ist wichtig, damit die Wurzeln Kontakt mit der umgebenden Erde erhalten (Bildung einer Gießmulde nach der Pflanzung!).

Wenn in der Pflanzgrube nur Torfmullersatz oder Rindenkompost ist, muss bald nach dem Anwachsen gedüngt werden. Nährstoffe werden im Pflanzsubstrat durch Niederschläge leicht ausgewaschen, daher muss regelmäßig nachgedüngt werden.

Alle Arten von Düngemitteln, ob organisch oder mineralisch, sind für die Rhododendren möglich. Organische Dünger brauchen aber lange, bis sie zur Wirkung kommen; manchmal kann das ein halbes Jahr dauern. Wasserlösliche Mineraldünger wirken rasch, daher eher öfter, aber nur sehr gering dosiert düngen.


Stickstoff und Magnesiummangel an Rhododendron. © Stephan T. Waska

Wenn die Rhododendren nach einiger Zeit mit ihren Wurzeln aus dem Pflanzsubstrat in den umgebenden Mutterboden wachsen, wird das Laub nach einiger Zeit fahlgrün. Für dunkelgrünes Laub müssen Rhododendren mit Magnesium, als Bittersalz erhältlich, gedüngt werden. Wenn zwischen den Blattadern gelbliche Aufhellungen auftreten, dann ist das für das Blattgrün ebenfalls notwendige Spurenelement Eisen, bedingt durch den im Boden vorhandenen Kalk, nicht aufnehmbar. Sequestren ist ein rasch wirksamer Eisendünger, der die Pflanzen auf mäßig kalkhaltigen Böden rasch wieder ergrünen lässt. Rindenmulch zur Abdeckung oder Beimischung ist sehr zu empfehlen, jedoch benötigt die verrottende Rinde viel Stickstoff. Dadurch werden die Blätter der Rhododendren heller grün und die Pflanze wächst nicht mehr so gut. In diesem Fall unbedingt mit Hornspänen oder besser mit einem Mineraldünger (Blaukorn oder ähnliches) nachdüngen, Aufwand etwa 20 dag pro 10 m².


Sonnenbrand durch Wassermangel im Boden. © Stephan T. Waska

Rhododendronerde und Torfmullersatzstoffe (wie z.B. Kokosfaser) speichern Niederschläge sehr gut, trotzdem ist es wichtig, während der Blüte und in Trockenperioden ausreichend zu wässern, sonst gibt es sofort Schäden durch Sonnenbrand. In heißen und meist auch trockenen Sommern ist das Gießen die wichtigste Maßnahme. Sofern der Boden gut wasserdurchlässig ist, kann kaum zu viel gegossen werden. Vorsicht ist allerdings bei schweren, lehmigen Untergründen geboten!


Der Winter kann dem Rhododendron nichts anhaben. © Stephan T. Waska

Im Winter braucht der Rhododendron keine Abdeckung, auch höhere Schneelagen können gut entwickelten Pflanzen keine Probleme machen. Nasser, schwerer Schnee soll vorsichtig abgeschüttelt werden.


Je nach Minusgraden rollen sich die Rhododendronblätter zusammen. © Stephan T. Waska

Bei tieferen Temperaturen rollen sich die Blätter zusammen, dies ist nur ein Schutz der Pflanze gegen winterliches Austrocknen. Daher sollen die Rhododendren im Spätherbst noch gründlich gewässert werden, auch im Winter immer dann, wenn der Boden nicht gefroren ist.

Soweit möglich, sollen nach der Blüte die Reste vorsichtig ausgebrochen werden. Für die Bildung von Samen braucht die Pflanze viel Kraft. Dies hindert einen kräftigen Zuwachs.


Vorsichtiges Ausbrechen der Blütenreste. © Stephan T. Waska

Krankheiten und Schädlinge am Rhododendron

Blattfleckenkrankheit

Auf den Blattober- und unterseiten erscheinen unterschiedlich große Flecken. Sie sind dunkelbraun gefärbt und von einem rötlichen Rand umgeben. Die Blätter werden oft frühzeitig abgeworfen. Verursacher sind verschiedene pilzliche Erreger.

Gegenmaßnahme: Alle befallenen und auch die am Boden liegenden Blätter müssen regelmäßig und sehr sorgfältig eingesammelt und über die Mülltonne entsorgt werden.

Grauschimmel (Botrytis)

An den Blüten und jungen Trieben wird das Pflanzengewebe braun, wässrig und weichfaul. Es bildet sich an den befallenen Stellen ein mausgrauer Pilzsporenbelag. Hohe Luftfeuchte, zu dichte Pflanzenbestände und kühle, regenreiche Wetterperioden begünstigen den Pilz.

Gegenmaßnahme: Bei den ersten Anzeichen des Befalls sollten die geschädigten Blüten und Triebe entfernt und über die Mülltonne entsorgt werden.

Knospensterben

Die Blütenknospen werden braun und vertrocknen. Später verfärben sie sich schwärzlich und bilden kleine, säulenförmige Pilzfruchtkörper, die aus den Knospenschuppen herausragen. Die abgestorbenen Knospen fallen nicht ab. Die Erkrankung erfolgt bereits im Sommer, wenn 8 bis 9 mm lange Zikaden, die rote Streifen auf grünen Flügeldecken aufweisen, die Blütenknospen für die Eiablage anbohren. Diese Verletzungen ermöglichen dem Pilz in die Knospen einzudringen.

Gegenmaßnahme: Alle befallenen Knospen werden gewissenhaft ausgebrochen und über die Mülltonne entsorgt. Vorbeugend werden die Zikaden durch wiederholte Spritzungen mit einem anerkannten Insektizid bekämpft.

Trieb- oder Zweigsterben (Phytophthora-Welke)

Einzelne Triebe werden zunächst fahlgrün und später braun und die Blätter hängen dann welk am Trieb herunter. Später werden auch ältere Zweigpartien befallen, bis die gesamte Pflanze abgestorben ist. Besonders gefährdet sind frostgeschädigte Pflanzen, deren Rinde aufgeplatzt ist bzw. Pflanzen auf nassen Standorten.

Gegenmaßnahme: Die befallenen Triebe müssen bis in das gesunde Holz zurückgeschnitten werden, um die Krankheit aufzuhalten. Zu stark befallene Pflanzen sind nicht mehr zu retten und müssen daher mitsamt ihrem Wurzelballen aus dem Garten entfernt werden.


Triebsterben des Rhododendron. © Stephan T. Waska

Spinnmilben

Sie saugen blattunterseits oder in den Triebspitzen den Inhalt der Pflanzenzellen aus. Die Blätter befallener Pflanzen sind fahl-staubig-grün oder silbrig gesprenkelt. Sie können dann frühzeitig abgeworfen werden. Gute Entwicklungsbedingungen finden die Milben bei sehr warmer und trockener Witterung.

Gegenmaßnahme: Nur wiederholte Behandlungen mit Pflanzenschutzmitteln garantieren einen sicheren Erfolg.

Blattläuse

Solange die neuen Triebe noch weich sind, saugen die Blattläuse an den Blättern. Dabei scheiden sie „Honigtau“ aus, der von den Ameisen geerntet wird. Die Speichelabsonderungen der Läuse führen zu Blattverkrüppelungen. Alte und ausgereifte Blätter werden nicht befallen.

Gegenmaßnahme: Durchaus wirksam ist das wiederholte Abspritzen der Pflanzen mit dem Wasserschlauch. Bei starkem Befall ist der Einsatz eines gegen Blattläuse anerkannten Mittels empfehlenswert.


Blattläuse an Rhododendron. © Stephan T. Waska

Rhododendron-Zikade

Die 8 bis 9 mm langen Zikaden sind grün mit roten Längsstreifen auf dem Rücken. Die Blätter sind durch die Saugtätigkeit des Insekts hellgelb gesprenkelt. Die Zikaden schädigen die Rhododendren kaum durch ihre Saugtätigkeit, sondern durch die Übertragung der Knospenbräune. Im Spätsommer legen die Zikaden ihre Eier in die Rhododendronknospen. Dabei wird der Schaderreger der Knospenbräune übertragen. Ende April schlüpfen die gelblichen Larven und der Zyklus beginnt von vorne.

Gegenmaßnahme: Nach Sichtbarwerden der gelblichen Larven im Mai kann die Entwicklung zur Zikade durch die erste Spritzung mit einem bienenungefährlichen Insektenbekämpfungsmittel abgeschwächt werden. Um die erwachsenen Tiere an der Eiablage zu hindern, sollten weitere Spritzungen im Spätsommer erfolgen. Da die Zikaden sehr mobil sind, morgens besonders auch die Blattunterseiten spritzen. Zusätzlich aufgehängte beleimte Gelbtafeln verbessern den Bekämpfungserfolg.


Rhododendron-Zikade mit den roten Längsstreifen. © Stephan T. Waska

Dickmaulrüssler

Dieser Käfer ist der gefürchtetste Schädling am Rhododendron. Er frisst die Blätter vom Rand an und hinterlässt den charakteristischen Buchtenfraß. Der ca. 1 cm lange Rüsselkäfer bleibt am Tage auf der Blattunterseite oder in der oberen Erdschicht verborgen. Aus seinen Eiern schlüpfen gelblich weiße Larven, ähnlich den Engerlingen. Diese Larven verursachen einen noch größeren Schaden. Sie fressen an den Saugwurzeln, was zum Absterben der Pflanze führen kann.


Buchtenfraß des Dickmaulrüsslers. © Stephan T. Waska

Gegenmaßnahme: Eine hervorragende Bekämpfungsmaßnahme ist der Einsatz von insektenpathogenen Nematoden der Gattung Heterorhabditis, die im Fachhandel bezogen werden können. Die Nematoden sind auf die Larven des Dickmaulrüsslers als Nahrungsquelle spezialisiert. Die Nematoden suchen selbständig die Larven des Dickmaulrüsslers, bohren sich ein und vermehren sich in der Larve bis zu deren Absterben. Dann wandern sie aus und suchen weitere Larven.


Larve des Dickmaulrüsslers. © Stephan T. Waska

Selbstgemachte Rhododendron-Erde

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine torffreie Rhododendronerde selbst zu mischen. Die klassischen Bestandteile sind Rindenkompost, Laubhumus (besonders von Eiche, Buche oder Esche) und Rinderdung-Pellets. (Keine Hühnermist-Pellets!). Aber auch Nadelstreu oder Holzhäckselkompost sind gängige Komponenten. All diese Rohstoffe haben von Natur aus einen niedrigen pH-Wert. Der Rinden- oder Holzkompost sorgt mit seiner groben Struktur für eine gute Durchlüftung des Bodens und fördert Wurzelwachstum und Bodenleben. Laubkompost besteht zum größten Teil aus zersetzten Blättern und ist deshalb von Natur aus sauer. Verwenden Sie auf keinen Fall Gartenkompost – er enthält oft auch Kalk und hat daher in den meisten Fällen einen zu hohen pH-Wert.

Folgende Rezeptur hat sich für torffreie Rhododendronerde bewährt:

2 Teile halb zersetzter Laubkompost (kein Gartenkompost!)

2 Teile feiner Rindenkompost oder Holzhäckselkompost

2 Teile kalkfreier Sand

2 Teile verrotteter Rinderdung (Pellets oder direkt vom Hof)

Wer nicht auf organischen Dünger besteht, kann auch mineralischen Rhododendrondünger beigeben. Schwere lehmige und tonige Böden sollten mit einer größeren Zugabe von Sand aufgelockert werden. Achtung: Achten Sie darauf, Rindenkompost zu verwenden und keinen Mulch! Rindenmulch eignet sich für das spätere Abdecken der Pflanzstelle, sollte aber nicht Bestandteil der Erde sein. Die sehr großen Rindenstücke verrotten unter Luftabschluss nicht, sondern faulen.

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Über den Autor

Stephan T. Waska absolvierte eine Gärtnerlehre und anschließend die Höhere Bundeslehranstalt für Gartenbau in Wien-Schönbrunn. Als Berater im Bereich Landwirtschaft und Gartenbau war er drei Jahrzehnte für deutsche und österreichische Unternehmen im Einsatz. Seit 20 Jahren veröffentlicht er Artikel in der Fachpresse.

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